Milchspendereflex

Für die Milchbildung spielen besonders zwei Hormone eine wichtige Rolle: Prolaktin und Oxytocin

Das Hormon Prolaktin ist in erster Linie für die Milchbildung verantwortlich, Oxytocin (auch „Milchspendehormon“ genannt) könnte man auch als besonders fleißiges Hormon betrachten ;o)

Bereits während der Entbindung sorgt ein hoher Oxytocinspiegel dafür dass das sogenannte „Bonding“ (Annehmen des Babys) gefördert wird. Oxytocin ist manchen evtl. auch als „Glückshormon“ bekannt, so sorgt es z.B. auch während der Entbindung dafür dass das Schmerzempfinden vermindert wird (zusammen mit den körpereigenen Opiaten).

Beim Stillen oder Abpumpen ist es nun so, dass das Oxytocin u.a. den Milchspendereflex unterstützt. Es sorgt dafür dass die Muskeln um die Milchbläschen sich zusammenziehen und Milch in den Milchgang presst. Oft treten nun auch noch Nachwehen auf die ebenfalls auf die Ausschüttung dieses Hormons zurückzuführen sind. Wenn ( z.B. streßbedingt ) der Milchspendereflex ausbleibt oder erst sehr spät eintritt kann nach Absprache mit dem Arzt ein ( Oxytocin- ) Nasenspray verschrieben werden welches helfen soll, den Reflex auszulösen!

Dass der Milchspendereflex einsetzt, merken Sie, wenn Milch tropft oder spritzt oder -beim anlegen- wenn das Baby von schnellen Saugbewegungen zu langsamen, tiefen Zügen übergeht und schluckt.

Auch die Prolaktinwerte steigen, besonders in der ersten Woche und bleiben hoch. 20-30 minuten nach Stillbeginn ist die Ausschüttung am höchsten, in den Nachtstunden wird bis zu zehnmal mehr Prolaktin ausgeschüttet. Hält man den Prolaktin Spiegel nun durch regemlmässiges stillen und max. 6 Stunden Stillpause binnen 24 Stunden konstant, wird der Eisprung unterdrückt. Als zuverlässiges „Verhütungsmittel“ sollte man dies allerdings nicht ansehen.