Articles for the Month of November 2015

Kindermilch oder Kuhmilch?

„Kindermilch“ oder Kuhmilch – welche Rolle spielen sie in der Kleinkindernährung ? *
Autorinnen: Dr. Ute Alexy und Prof. Dr. Mathilde Kersting, Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund

Etwa ab dem 10. Lebensmonat geht die spezielle Ernährung des Säuglings nach und nach in die Familienernährung über. Die Milch ist auch im Kleinkindalter (1-3 Jahre) ein wichtiges Lebensmittel, z.B. als Lieferant für Calcium, Jod, die Vitamine B2 und D sowie Protein. In dem Präventionskonzept der Optimierten Mischkost wird für Kleinkinder der Verzehr von ca. 1/3 Liter Milch (fettarm, 1,5 % Fett) pro Tag empfohlen, einschließlich Milchprodukten wie Joghurt.

Trendanalysen der DONALD Studie haben gezeigt, dass Kuhmilch (Konsummilch) bei Kleinkindern zunehmend durch die Folgenahrung der Säuglingszeit („Folgemilch „2“, „3“) oder eine spezielle „Kindermilch“ ersetzt wird. Kindermilchprodukte werden unter anderem beworben mit dem im Vergleich zu Kuhmilch geringeren Proteingehalt (ca. 1,5 vs 3,3 g/100 ml) ähnlich dem Proteingehalt der Folgenahrung. Ein Argument für eine solche „Niedrigprotein“-Milch sind Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für einen höheren BMI und Körperfettgehalt im Kindesalter bei höherem (Milch-)proteinverzehr im 2. Lebensjahr. Stand: 06.04.2010

Quelle und vollständiger Text: Forschungsinstitut für Kinderernährung

Der Beikosteinstieg

Beikosteinstieg beim Baby

Beikosteinstieg beim Baby

Das wichtigste zuerst: Wann ist mein Kind überhaupt Beikostreif?

Siehe dazu auch: Ammenmärchen
Ausserdem: WHO – Globale Strategie für die Säuglings- und Kleinkinderernährung

Zusammengetragene Informationen der einzelnen Inhalte angelehnt an die Empfehlungen der AFS (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen):


geeignetes Gemüse zum Einstieg:

  • Kartoffel (Mit etwas Muttermilch oder als Fingerfood in kleinen Stücken zum selber essen hervorragend für den Einstieg geeignet)
  • Pastinake
  • Zucchini
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Kürbis
  • Topinambur
  • Avocado
  • Banane
  • Hirse (sehr eisenhaltig)
  • Reis (besonders bei allergiegefährdeten Kindern)

Karotte – wirkt stark stopfend, fast keine Kalorien,nicht für hautempfindliche und allergiegefährdete Kinder, daher nicht als Anfangsnahrung geeignet, geeignet bei Durchfall

Beikost

erste B(r)eikost

geeignetes Obst zum Einstieg:

  • Apfel
  • Birne
  • Pfirsich
  • Nektarine
  • Aprikose

Wo muss ich aufpassen?

wirkt (ver-)stopfend:

  • Karotte
  • Banane
  • Breie mit Schoko o.ä.
  • Tomate

entwässert:

  • Reis

zuviele Allergene:

  • Karotte
  • Fisch
  • Tomate


Was sollte ich im ersten Lebensjahr möglichst bis gänzlich vermeiden?

  • Kuhmilch
  • Honig
  • Fisch
  • Eier (wg. Eiweiß)
  • Nüsse
  • Salz, Gewürze
  • Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Steinobst und Trockenfrüchte
  • Kristallzucker und Süßstoffe
  • gesättigte Fette (wie z.B. bei Pommes)

Bei einem allergiegefährdeten Kind insbesondere:

  • Weizen
  • Mais
  • Schweinefleisch
  • Fisch (auch Schellfisch)
  • Erdnüsse
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Kohl
  • Beeren
  • Nüsse
  • Gewürze
  • Zitrusfrüchte und -säfte
  • Schokolade

Honig kann tödlich sein!

Mütter sollten im ersten Lebensjahr Honig vom Speiseplan ihres Kindes streichen, empfiehlt Diplom Ernährungswissenschaftlerin Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V. in Aachen. Honig kann mit dem Bakterium Clostridium botulinum belastet sein, das den gefürchteten, mitunter tödlich verlaufenden, Säuglingsbotulismus auslöst.

15.12.06 – Immer wieder liest und hört man Empfehlungen, Getränke für Babys mit Honig zu süßen beziehungsweise Brustwarzen mit Honig zu bestreichen, um Saughemmungen zu überwinden. Vor der Gabe von Honig an Säuglinge im ersten Lebensjahr muss jedoch gewarnt werden. Er kann Sporen des krankmachenden Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, die beim Säugling schwerwiegende Symptome wie Verstopfung, Schlucklähmung, Sehstörungen, Muskelschwäche, bis hin zu Atemlähmung hervorrufen. Unbemerkt und unbehandelt kann Säuglingsbotulismus mit dem Tod enden.

Quelle und vollständiger Text

„Mama, ich habe keinen Hunger!“

Wachstums – bzw. Entwicklungsschübe

Unsere kleinen haben Wachstumsschübe – während dieser Wachstumsschübe kann es passieren das sie die PRE regelrecht verschlingen/mehr Milch sondiert bekommen – schlichtweg hungriger sind! Sie können auch „einfach quer sein“, nicht mehr durchschlafen, den Rhythmus völlig verändert haben etc.pp. – aber auch das Gegenteil kann in beidem der Fall sein.

Wachstums- und Entwicklungsschübe

Entwicklungsschübe – oft fälschlicherweise mit Hunger verwechselt!

Insgesamt kann man sagen „Baby`s Welt steht einfach Kopf“ in dieser Zeit.

Meist fürchten Eltern, der Säugling könne „nicht mehr satt“ werden – das ist oft ein Trugschluß. In diesem Fall bekommt es nicht zuwenig, sondern das Kind hat vielmehr ein erhöhtes Trink – aber auch Kuschel/-Saugbedürfnis!

PRE kann nach Bedarf gegeben werden, so das es kein Problem darstellt, soviel PRE zu geben, wie es das Baby braucht. Es ist nicht notwendig, auf eine andere Milch umzusteigen oder gar Folgemilch zu geben. Inzwischen wird die Folgemilch ausdrücklich nicht mehr empfohlen:

 

 

Folgenahrungen (2 und 3) sind für die Ernährung nach dem vollendeten 4. Lebensmonat (d.h. ab 5. Monat!) konzipiert. Sie unterscheiden sich von den Säuglingsanfangsnahrungen (Pre oder 1) durch den geringeren Grad der Anpassung an die Zusammensetzung der Muttermilch. Ein Wechsel auf eine Folgemilch ist aber im Ernährungsplan für Säuglinge nicht notwendig und wird vom Forschungsinstitut für Kinderernährung – FKE (Dortmund) und von der Ernährungskommission der DGKJ (Prof. Koletzko-Dr.v. Haunersches Kinderspital, München) auch nicht mehr empfohlen. Diese sog. 2er und 3er Nahrungen wären somit entbehrlich.

Quelle: Kinderarzt Online

 

Jetzt geht`s rund – Schubzeiten beim Baby

„Größere“ Schübe sind;Zwischen dem 7. und 12. Lebenstag

Nach etwa 6-8 Wochen

Nach 3 bis 4 Monaten (ca. 12.-14. Woche)

Weitere Schübe:

19. Woche

26. Woche

37. Woche

46. Woche

55. Woche

zu erwarten und halten ungefähr 1 bis 3 Tage an. Die Zeitangaben können sehr schwanken, so gibt es Kinder, die praktisch von einem Schub in den nächsten übergehen. Hierbei nicht vergessen, das die Zeitrechnung bei Frühchen ohnehin verschoben sein kann, aber auch generell können diese Zeiträume schwanken da nunmal jedes Baby ein kleines Individuum ist.

Die Vitamin D-Gabe

Neugeborene und Kleinkinder erhalten meist als Arzneiroutineverordnung vom Kinderarzt Vitamin D und Fluor als Prophylaxe verschrieben. Das Vitamin D, das eigentlich Hormon D heißen müsste, soll zur Rachitis-Vorbeugung (Knochenerweichung) dienen, das Fluor als Kariesprophylaxe.

Betrachten wir einmal das Krankheitsbild der Rachitis, so ist festzustellen, dass diese Krankheit fast ausschließlich bei Kindern um die Jahrhundertwende auftrat. Diese Kinder waren zum einen meist schlecht ernährt, zum anderen lebten sie überwiegend in lichtabgeschlossenen Räumen und mussten zumeist schon als Kinder arbeiten, z.B. in Bergwerken.

Rachitis

Rachitis ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch Mangel in der Nahrung und durch Lichtmangel entsteht. Hierbei spielt das Vitamin D eine große Rolle. Vitamin D ist ein fettlöslicher Stoff, der über den Darm resorbiert oder mit Hilfe von Sonne in der Haut über eine Vorstufe umgewandelt wird. Fehlt das Vitamin D oder ist es nicht ausreichend vorhanden, resultiert daraus eine nicht ausreichende Auswertung, der in der Nahrung befindlichen Mineralstoffe, besonders des Calciums. Durch das Verabreichen von Vitamin D-Gaben wird der Kalk eventuell zu rasch in das kindliche Bindegewebe und Knochengerüst eingelagert. Der Schädel kann dadurch klein bleiben, die natürliche Entwicklung des Organismus behindert werden.

Gefahr einer Überdosierung von Vitamin D

Bei einer Überdosierung von Vitamin D kommt es schnell zu Vergiftungserscheinungen, da unser Organismus keine Schutzmechanismen gegen übermäßige Zufuhr fettlöslicher Vitamine besitzt. Anfangs kann sich diese Vergiftung bemerkbar machen in Allgemeinsymptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung. Später kann es zu Knochendeformationen, Gefäßveränderungen, Verkalkungen der Niere und Zwergwuchs kommen.

Ein typischer Vitamin-D-Schaden bei einer Überdosierung ist die Knochendeformation, insbesondere des Schädels und der langen Röhrenknochen. So kann z.B. die Fontanelle des Säuglings zu früh verknöchern, was u.U. dann operativ korrigiert werden muss. Eine weitere bekannte Schädigung aus der Literatur kann ein insulinpflichtiger Diabetes-mellitus sein, oder das nephrotische Syndrom (Erkrankung der Niere).

Diagnostische Warnzeichen einer rachitischen Veranlagung sind beim Säugling in etwa der Mitte des ersten Lebensjahres auftauchende tastbare Unregelmäßigkeiten des Schädels, die sich wie kleine Löcher anfühlen. Weitere Frühzeichen können sein: feucht-kalte Hände und Füße, Kopfschweiß bei geringer Anstrengung, Neigung zu Erkältungen, Lymphdrüsenschwellungen, Trägheit, spätes Laufenlernen und einiges mehr.
Homöopathisch ist die rachitische Veranlagung gut zu behandeln und ermöglicht den betroffenen Kindern eine nebenwirkungsfreie und entwicklungsfördernde Therapie anstelle einer Giftbelastung.

Ein voll gestillter Säugling erhält genügend Vitamin D über die Muttermilch. Später unterstützt noch ausreichende Bewegung die Aktivität des Knochenstoffwechsels. Muttermilch, vitalstoffreiche Vollwertkost, Sonnenbäder (natürlich unbekleidet) bieten alles, was das Kind zu einer gesunden Entwicklung benötigt. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, auch wenn keine Sonne sichtbar ist, fördern die Vitamin D-Bildung.

Fluor zur Kariesprophylaxe

Was Karies betrifft, ganz deutlich zu sagen, dass Karies keine Fluor-Mangelkrankheit ist, sondern das Ergebnis von Fehlernährung, und daraus folgend von Stoffwechselproblemen, Immunschädigungen und/oder dem was wir in der Homöopathie die chronische Belastung nennen. Fluor, das meist in Kombination mit Vitamin-D verabreicht wird, ist ein risikoreiches und gefährliches Breitbandenzymgift, also toxisch und fällt bei der Aluminium-lndustrie als Abfallprodukt an! Fluor wird gegeben, um den Zahnschmelz zu härten. Fluor wird aber intensiv in die Knochen eingelagert und kann hier über die gesteigerte Härte zu einer nachlassenden Elastizität und damit zu einer gesteigerten ~ Knochenbrüchigkeit führen. Fluor kann zahlreiche Gesundheitsschäden hervorrufen, besonders Knochenerkrankungen (Knochenbrüchigkeit), Skelettschäden, Zahnfluorose, Schmelzschäden in der Mineralisation, Schädigung der Kieferentwicklung, Störungen der enzymatischen Stoffwechselvorgänge der inneren Drüsen vornehmlich der Schilddrüse.

Fluor kann hier eine Unterfunktion der Schilddrüse verursachen, weil es die Jod-Aufnahme behindert. Kann dies ein Grund dafür sein, dass immer mehr Kinder und Jugendliche wegen Kropf- bzw. Schilddrüsen-Unterfunktion behandelt werden müssen, weil sie angeblich zu wenig Jod bekommen, wo doch heute kaum ein Fertignahrungsmittel (Bäcker, Metzger usw.) gekauft werden kann, das nicht mit Jodsalz angereichert ist? Übrigens diente Fluor früher als Rattengift! Heute wird es für Schwangere, Neugeborene, Babys und Kleinkinder verschrieben, in die Zahncreme gemixt, vom Zahnarzt mechanisch als Überzug auf die Zähne aufgebracht (die sog. „Versiegelung“). Die Karieshäufigkeit hat sich übrigens in den letzten 23 Jahren nicht verändert.

„Der Mensch hat nicht den geringsten Bedarf an Fluor, die Mutter schützt gar das Kind mit ihrer Milch biologisch vor Fluoraufnahme.“ (Dr. med. Graf).

Bei vollwertig und ausgewogener Ernährung ist Karies (vor allem bei kleinen Kindern) homöopathisch betrachtet ein Symptom, das auf eine chronische Belastung hinweist die mittels einer Homöotherapie behandelt werden kann. Am Ende bleibt für Sie als Eltern nur noch der Hinweis, sich genau über Nutzen und Risiken der Verordnungen zu informieren, um so ihren eigenen Standpunkt zu finden. Denn für ein verantwortungsbewusstes Handeln ist ein ausreichender Kenntnisstand unabdingbare Voraussetzung.
Literatur/Quellenhinweise: Naturheilpraxis 1/98 und 4/99 Mutschier, Arzneimittelwirkungen „Gesundheitsberater“, 09/1998, Rote Liste, hebamme4u.de

Präbiotika und Probiotika

Seit einiger Zeit werden Säuglingsnahrungen mit Prä- und Probiotika angereichert. Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, welche selektiv Wachstum und Aktivität bestimmter Mikroorganismen vorwiegend im Dickdarm fördern und dadurch gesundheitsfördernde Effekte erzielen sollen. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die bei Zufuhr in angemessener Menge ebenfalls die Gesundheit fördern sollen. Bei gesunden Säuglingen ist ein klinisch relevanter Vorteil von mit Prä- oder Probiotika angereicherten Säuglingsanfangsnahrungen gegenüber nicht angereicherten Säuglingsanfangsnahrungen bisher nicht zweifelsfrei belegt.

Ist Muttermilch nicht oder nicht ausreichend verfügbar, sollen herzkranke Säuglinge, Säuglinge mit geschwächtem Immunsystem sowie alle immunsupprimierten Säuglinge und Kinder aufgrund der derzeit in diesen Risikosituationen nicht eindeutig belegten Sicherheit nicht mit einer probiotisch angereicherten Säuglingsnahrung ernährt werden. Ist Muttermilch nicht oder nicht ausreichend verfügbar, sollen Frühgeborene mit einer Frühgeborenennahrung ernährt werden, die keine Probiotika enthält. Die Ernährungskommissionen sprechen sich für die Durchführung wissenschaftlich hochwertiger, kontrollierter randomisierter Studien an großen Probandenkollektiven zur Sicherheit und Wirkung von Prä- und Probiotika in Säuglingsanfangs- und Frühgeborenennahrungen aus, die, so weit möglich, auch potenzielle Langzeiteffekte untersuchen sollten.

Publikation der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
Monatsschr Kinderheilkd 2009 · 157:267–270
DOI 10.1007/s00112-008-1942-1
Online publiziert: 27. Februar 2009

Wirkung von Milchzucker

Milchzucker und Muttermilch

Die Hersteller von Milchzucker weisen darauf hin, dass die Milchzuckerzugabe zur Flaschenmilch sich auf Frischmilchflaschen bezieht. Umgekehrt weisen die Babynahrungshersteller auf jedem Päckchen darauf hin, dass NICHTS den Fertignahrungen zugegeben werden soll – und die Dosierungsanweisung exakt beachtet wird.

So ist die Muttermilch aufgebaut:

Pro 100 ml kommen 7 g Kohlehydrate. Davon sind 90 % Milchzucker, der Rest sind prebiotisch wirkende Oligosaccharide, die auch mit zum Milchzucker gezählt wurden.

Milchzucker – Lactose und Laktase

Milchzucker wird Laktose genannt. Um die Laktose zu verdauen brauchen wir ein Enzym mit dem Namen Laktase. Diese Laktaseaktivität ist erst zur 37. Schwangerschaftswoche ausgebildet.

Daher brauchen Frühgeborene eine ganz spezielle Frühchennahrung, da sie die normale nicht verdauen können. Aptamil ist bekannt als die der Muttermilch am ähnlichsten Milch und Frühchenmamas haben sehr positive Erfahrungen damit gemacht!

Auch reifgeborene Säuglinge haben manchmal einen Laktasemangel und reagieren infolge dessen auf diesen hohen Laktoseanteil, beispielsweis mit den 3 Monatskoliken.

Ein gesundes, reifgeborenes Kind welches gestillt wird, hat in der Regel eine ausreichende Laktaseaktivität = problemloser Stuhlgang, Winde die ohne Schmerzen oder Krämpfe abgehen. Die Laktaseaktivität ist auf das natürliche „Produkt“ Muttermilch mengenmäßig eingestellt.

Wird nun Milchzucker verabreicht, ist es fraglich, ob die kleinen Körper die unnatürlich zugeführten Mengen auch verarbeiten können!

Soll der Milchzucker wegen Blähungen gegeben werden, wird nämlich genau das Gegenteil erreicht. Die Blähungen verschlimmern sich, da Darmgase gebildet werden!

Zusammengefasst:

  • TL Milchzucker fasst 3 g = plus 12 kcal
  • Die Milch schmeckt süßlicher > Süßtrimmung
  • Das ganze führt zu Blähungen, Darmgase werden gebildet.
  • Milchzucker entzieht dem Darm Wasser -> verlagert es in die zu verdauende Masse und das ergibt weichen bis spritzenden Stuhl. Man nimmt dem Kind nicht die Blähungen, sondern verstärkt sie, bis das Baby schier „explodiert“. (so ganz nebenbei macht er noch dick)

Anfangs- und Folgenahrung

Informationen zur Anfangs -und Folgemilch;

Säuglingsanfangsnahrung= PRE (in erster Linie) bzw. („in Ausnahmefällen“) 1er Folgemilch: 1er, 2er, 3er

Bio-Anfangsmilch (immer pro 100g/Pulver)
PRE HiPPEnergie:_______2.145kJ / 513 kcal Eiweiß:________11,2 g Kohlehydrate:__57,3 g Fett:__________26,5 g HiPP 1Energie:_______2.120kJ / 507 kcal Eiweiß:________10,8 g Kohlehydrate:__58,9 g Fett:__________25,3 g HiPP 2Energie:_______1.960kJ / 467 kcal Eiweiß:________11,2 g Kohlehydrate:__64 g Fett:__________18,5 g HiPP 3Energie:_______2000kJ / 478 kcal Eiweiß:________15 g Kohlehydrate:__56 g Fett:__________21,5 g
Aptamil Pre mit LCP Milupan®Energie:_______2030kJ / 485 kcal Eiweiß:________10,1 g Kohlehydrate:__53 g Fett:__________25,9 g Aptamil 1Energie:_______2000 kJ / 477 kcal Eiweiß:________ 9,9 g Kohlehydrate:__ 55,4 g Fett:__________ 24 g Aptamil 2Energie:_______1950 kJ / 465 kcal Eiweiß:________ 11,2 g Kohlehydrate:__ 55,6 g Fett:__________ 22 g Aptamil 3Energie:_______1935 kJ / 461 kcal Eiweiß:________ 11,5 g Kohlehydrate:__58,1 g Fett:__________ 20,4 g

Durch diesen Vergleich zeigt sich nochmal was der 1er, 2er aber vor allem auch der 3er nachgesagt wird: durch den höheren Anteil an Eiweißen und Kohlehydraten werden „unnötig“ bzw. u.Ust. zuviele Fettzellen angelegt. Angelegt beudetet in diesem Zusammenhang, das diese Milch nicht zwingend sofort dick macht, sondern auch Jahre später noch zu Übergewicht führen kann.

 

Informative Links

Folgenahrungen (2 und 3) sind für die Ernährung nach dem vollendeten 4. Lebensmonat (d.h. ab 5. Monat!) konzipiert. Sie unterscheiden sich von den Säuglingsanfangsnahrungen (Pre oder 1) durch den geringeren Grad der Anpassung an die Zusammensetzung der Muttermilch. Ein Wechsel auf eine Folgemilch ist aber im Ernährungsplan für Säuglinge nicht notwendig und wird vom Forschungsinstitut für Kinderernährung – FKE (Dortmund) und von der Ernährungskommission der DGKJ (Prof. Koletzko-Dr.v. Haunersches Kinderspital, München) auch nicht mehr empfohlen. Diese sog. 2er und 3er Nahrungen wären somit entbehrlich.
Quelle: http://www.kinderarzt-online.org/de/rat … ehrung.php


 

Säuglingsnahrung: Wenn es ohne Muttermilch gehen muß


 

Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde zur Einführung
Internationale Empfehlung für Folgemilchen

Es ist zu vermuten, daß die Säuglingsmilch herstellende Industrie in breitem Maße Folgemilchen anbieten wird.
Die Ernährungskommission möchte hierzu erklären, daß adaptierte und teiladaptierte Säuglingsmilchnahrungen, wie sie den Richtlinien der Ernährungskommission entsprechen1) als Milchnahrungen für den Säugling über das erste Lebenshalbjahr hinaus geeignet sind.

Die Einführung, von Folgemilchen stellt also ernährungsphysiologisch keine Notwendigkeit dar.
Quelle und ganzer Text


 

Quelle und ganzer Text; Wikipedia

Hersteller von Muttermilchersatznahrung empfehlen nach dem 4. Monat die Anfangsmilch durch Folgemilch ersetzt werden. Durch einen höheren Stärkeanteil in der Milch ist die Nahrung stärker und länger sättigend. Mit steigendem Alter des Säuglings benötigt er jedoch eigentlich weniger Kohlenhydrate (=Stärke) pro kg Körpergewicht, wodurch Folgemilch nur mästend wirkt. Des weiteren ist Folgemilch nur noch teiladaptiert und somit schlechter verträglich für den Säugling.

 


Auszug;

(…) Im Vergleich zu Säuglingsanfangsnahrung ist die Regelungsdichte für Folgenahrung wesentlich geringer. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei Folgenahrungen um 2/3- bis 3/4-Kuhmilchmischungen mit modifizierter Fettkomponente und Zusätzen von Vitaminen und Spurenelementen. Folgenahrungen dürfen frühestens ab dem 5. Monat gegeben werden, da sie wegen ihres höheren Protein- und Mineralstoffgehaltes zu einer stärkeren Belastung der Niere führen. Eine ernährungsphysiologische Notwendigkeit für Folgenahrung besteht nicht.(…)

(…) Kuhvollmilch als Alternative zu industrieller Säuglingsflaschennahrung ist während des ganzen 1. Lebensjahres nicht empfehlenswert. Der hohe Gehalt an Protein und Mineralstoffen führt zu einer erhöhten renalen Belastung. (…)

Quelle und ganzer Text: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.


Die häufigste Beeinträchtigung der Zahnschmelzbildung an den bleibenden Zähnen geschieht durch denaturierte Baby- und Kindernahrung, die isolierte Kohlenhydrate (Industriezucker und Stärken) enthält. In Europa und anderen „hochzivilisierten“ Ländern sind die „Sechser“ die am meisten für Karies anfälligen Zähne. Ihre Zahnkrone wird während des ersten Lebensjahres mineralisiert. Das ist die Zeit, in der die meisten Babies mit vorgefertigter industrieller Babynahrung gefüttert werden. Wie ich bei einer Untersuchung in Addis Ababa 1989/90 feststellen konnte, die ich in Zusammenarbeit mit dem Äthiopischen Gesundheits-Ministerium durchführte, sind dort die „Sechser“ die widerstandsfähigsten Zähne im Seitenzahnbereich. Dort werden die Babies mehr gestillt, und die zugefütterte Nahrung ist natürlicher, weniger denaturiert.
Quelle und ganzer Text: Statement Dr. Schnitzer zu Antibiotika, Fluoriden & Baby- , Flaschennahrung und ihre Auswirkungen auf die Zähne

 

 

 

Fazit: Geht man also nach Studien und den Aussagen der Ernährungsexperten kann man sagen das Folgenahrungen nicht nur unnötig sind, sondern unter Umständen sogar negatives nach sich ziehen können;

  • Fettzellen werden angelegt, die evtl. nicht sofort sichtbar, aber Jahre später zu Übergewicht führen können
  • Aufgrund der Tatsache das in den Folgenahrungen Industriezucker und Stärke enthalten sind, können die Zähne langfristig Schäden davon tragen
  • Es sind Kuhmilchmilschungen enthalten, obwohl überall ausdrücklich davon abegraten wird, Kindern unter einem Jahr Kuhmilch zu geben
  • Der Bedarf an Kohlehydraten sinkt erstmal bei den kleinen, in den Folgenahrungen steigt allerdings die Menge

Säuglingsanfangsnahrung (PRE) ist für das erste Lebensjahr demnach völlig ausreichend. Sollte beim Frühchen keine ausreichende Gewichtszunahme vorhanden sein, was durchaus vorkommt und „Frühchentypisch“ wäre, kann man nach Absprache mit dem Kinderarzt diese Nahrung kontrolliert mit Kalorien (z.B. Maltodextrin,siehe Lexikon) anreichern! Die besten Erfahrungen haben Mütter meist mit Aptamil PRE gemacht (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel), nachweislich ist diese PRE Nahrung in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch am nächsten!

Hypoallergene (HA) Nahrung

Frühchenernährung, Babyernährung ~ HA-Nahrung

Säuglingsanfangsnahrungen auf der Grundlage von partiell hydrolysiertem Eiweiß, die für die Prävention atopischer Krankheiten bestimmt sind (sogenannte HA-Nahrungen)

Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde

Säuglingsnahrungen mit weitgehend hydrolysiertem Eiweiß sind seit mehr als 40 Jahren verfügbar. Sog. HA-Nahrungen (HA = hypoallergen/hypoantigen) mit partiell hydrolysiertem Eiweiß sind seit fast 10 Jahren im Handel. Zu ihrer therapeutischen bzw. präventiven Wirksamkeit ist eine teilweise kontroverse wissenschaftliche Diskussion im Gange, die sich in einer Reihe von aktuellen Stellungnahmen verschiedener Gesellschaften niederschlägt [1, 4, 11, 25]. Die Ernährungskommission nimmt dies zum Anlaß, erneut [8, 9] Stellung zu nehmen zum Einsatz von sog. HA-Nahrungen in der Prävention von allergischen Krankheiten bei atopisch belasteten Kindern. Die aktuelle wissenschaftliche Kontroverse entzündet sich vor allem an der Bezeichnung „hypoantigen“ bzw. „hypoallergen“ für Säuglingsnahrungen, die aufgrund ihrer Herstellung nachweisbar noch signifikante Mengen an antigenen Eiweiß(bruch)stücken enthalten. Diese Nahrungen sind daher nicht für die Therapie manifester Eiweißallergien geeignet, können aber bei gesunden Säuglingen, die als atopisch einzuordnen sind, zum Versuch der Prävention (Verhütung, Aufschieben, Abschwächen) von Nahrungsmittelallergien eingesetzt werden. Einige Autoren empfehlen auch für die Prävention nur Nahrungen mit hochgradig hydrolysiertem Eiweiß (semielementare bilanzierte Diäten) und wollen die Bezeichnung „hypoallergen“ nur auf diese Produkte übertragen [1, 4].

Quelle und vollständiger Text

Hypoallergen“ ist laut Definition, eine Nahrung, die von 90% der Men-schen mit Kuhmilch-Allergie ohne Symptome toleriert wird. Damit be-steht für die restlichen 10% das Risiko eine Nahrung zu sich zu neh-men, deren Sicherheit für sie fraglich ist. Der amerikanische Bundes-gerichtshof verlangte von der Carnation Company (einer Tochterfirma von Nestle) die Unterlassung von Werbeaussagen, ihre Nahrung verur-sache keine allergischen Reaktionen, der Bezeichnung ihres Produkts als „hypoallergen“ und der Anführung von wissenschaftlichen Beweisen für ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit. Zur Zeit wird in den USA und England eine neue von Aminosäuren abgeleitete Säuglingsnahrung (Neocate) klinisch getestet, um ihre Sicherheit als Nahrung für kuh-milchallergische Kinder zu überprüfen.

Quelle und vollständiger Text

Genetische Faktoren bestimmen, wer an Asthma oder anderen allergischen Krankheiten erkrankt. Zusätzliche Umweltfaktoren begünstigen die Entstehung. Immer deutlicher wird allerdings der Verdacht, daß nicht die Verdreckung der Umwelt, sondern eher die Sauberkeit das Auftreten von Allergien begünstigt. Nicht zu viele Allergene, sondern ein zu geringer Allergenreiz fördert offensichtlich allergische Reaktionen. Bei der Propagierung der HA-Nahrungen geht man aber immer noch von der gegenteiligen Vorstellung aus.

Quelle und vollständiger Text

Dennoch umstritten
Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen ist es immer noch umstritten, ob derart behandelte Kuhmilchprodukte tatsächlich den Ausbruch einer allergischen Erkrankung verhindern, verzögern oder in ihrer Schwere abschwächen können.Empfehlung
Allgemein wird empfohlen, HA-Nahrung bei erblich bedingtem erhöhtem Allergierisiko zu verwenden, wenn nicht gestillt werden kann.
Aus Vorsorge oder als Überreaktion der Besorgnis gesunder Eltern ist diese Nahrung nicht zu empfehlen.
Gesunde Säuglinge sollen sich an die verschiedenen Lebensmittel und Zutaten gewöhnen, um das Risiko eines Allergieerwerbs gering zu halten.
Bei bestehender Milchallergie darf HA-Nahrung nicht gefüttert werden.
Quelle und vollständiger Text

Studie belegt, wann hypoallergene Kost für Babys sinnvoll ist

Eine erste Auswertung der weltweit umfangreichsten Studie zu den Effekten hypoallergener Nahrung auf die Manifestation von Atopien im Kindesalter hat ergeben, dass Molke- und Casein-basierte Hydrolysate das Risiko für die atopische Dermatitis (AD) vor allem bei den Kindern reduzieren, deren Familienmitglieder ersten Grades keine AD, sondern eine andere Manifestation allergischer Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Urtikaria hatten.

Litten Eltern oder ältere Geschwister unter einer Neurodermitis, waren die gewünschten Nahrungsmitteleffekte deutlich weniger ausgeprägt. “Bei diesen Kindern scheint der Einfluss der Gene auf die Manifestation der Erkrankung sehr viel ausgeprägter zu sein als die Beeinflussbarkeit durch hypoallergene Nahrung”, deutet Studienleiterin Dr. Andrea von Berg vom Marien-Hospital in Wesel die Ergebnisse beim Kinderärztekongress in Freiburg. Für die prospektive, randomisierte und doppelblinde GINI (German-Infant-Nutritional-Intervention)-Studie sind 2252 gesunde Neugeborene mit einem Mindest-Geburtsgewicht von 2500 Gramm aufgenommen worden. Wenigstens ein Elternteil oder ein Geschwister musste die Bedingung erfüllen, Atopiker zu sein.
Quelle und vollständiger Text

PEG Sonde

„Perkutane Endoskopische Gastrostomie“

Kommt es zu dauerhaften Ernährungsschwierigkeiten beim Kind, so kann eine PEG eine Alternative zur transnasalen Magensonde sein. Bei der PEG wird die Sonde (ein Kunststoffschlauch) während einer Gastroskopie durch die Bauchwand gelegt. Dies hat mehrere Vorteile – zum einen ist es nicht mehr nötig, regelmäßig eine neue (Nasen-)Sonde durch Nase, Rachen, bis in den Magen zu legen, zum Anderen ist die Aspirationsgefahr deutlich verringert, da die Nahrung nun direkt in den Magen gegeben wird.